LA 2

INHALT

TITEL 1. EINLEITENDE BESTIMMUNGEN

TITEL 2. TECHNISCHE KARTEN

TITEL 3. BEDINGUNGEN FÜR DIE ERTEILUNG EINER TYPGENEHMIGUNG ODER EINER TECHNISCHEN LIZENZ FÜR TRÄNEN

TITEL 4 MUSTERZULASSUNG, MUSTERZULASSUNGSPRÜFUNG

TITEL 5 VERFAHREN ZUR PRÜFUNG UND VERLÄNGERUNG DER LUFTTÜCHTIGKEIT EINZELNER RISSE

TITEL 6 VERFAHREN ZUR PRÜFUNG DER LUFTTÜCHTIGKEIT VON EINZELN AUS DEM AUSLAND EINGEFÜHRTEN TRÄNEN ODER TEILE DAVON

TITEL 7 TECHNISCHE DOKUMENTATION

TITEL 8 FÜHRUNG VON AUFZEICHNUNGEN ÜBER TECHNISCHE ZERTIFIKATE

TITEL 9 NUMMERNSCHILDER UND SCHILDER

TITEL 10 LUFTTÜCHTIGKEITSZEUGNIS UND VERFAHREN ZUR FÜHRUNG VON AUFZEICHNUNGEN FÜR GLEITSCHIRME

TITEL 11. ANHÄNGE

 

TITEL 1. EINLEITENDE BESTIMMUNGEN

1.1. Light Aircraft Association of the Czech Republic (nachstehend "LAA CR" genannt) ist berechtigt, die staatliche Verwaltung in Sachen Sportfluggeräte (nachstehend "SLZ" genannt) gemäß den Bestimmungen des § 82 Abs. 1 des Gesetzes Nr. 49/1997 Slg. über die Zivilluftfahrt und über die Änderung und Ergänzung des Gesetzes Nr. 455/1991 Slg. über die Gewerbebetriebe (Gewerbeberechtigungsgesetz) in der geänderten Fassung des Verkehrsministeriums durchzuführen.

1.2 Die Genehmigung gilt für die folgenden Typen von Sportfluggeräten:

  1. Gleitschirme,
  2. Hängegleiter einschließlich Hängegleiter mit Hilfstriebwerk, c) Ultraleichtflugzeuge,
  3. Ultraleichte Segelflugzeuge
  4. Ultraleichte Motorsegler
  5. Motorisierte Hängegleiter,
  6. Motorisierte Gleitschirme,
  7. Ultraleicht-Hubschrauber,
  8. Ultraleichte Whirlpools,
  9. Ultraleichte Ballons.

1.3 Anwendungsbereich:

1.3.1 Zweck der Verordnung ist es, die grundlegenden Verfahren für die Überprüfung der Befähigung von SLZ festzulegen, die in die Zuständigkeit der LAA CR fallen. Sie gilt für alle Hersteller und Erbauer von SLZ und ihren Teilen, Antragsteller auf Erteilung einer Musterzulassung (nachstehend "TyP" genannt) und einer technischen Bescheinigung (nachstehend "TP" genannt) für SLZ, Prüfstellen und befugtes Personal der LAA CR.

1.4 Bürgschaft

1.4.1 Sofern nicht nachgewiesen werden kann, dass die Verfahren und Standards der LAA CR nicht eingehalten wurden, ist die Haftung der LAA CR, ihrer Vertreter, technischen Inspektoren und Testpiloten für Schäden, die im Zusammenhang mit der Lufttüchtigkeitszulassung eines einzelnen Flugzeugs oder Musters entstehen, sowie für Schäden, die sich aus technischen Anforderungen und Genehmigungsverfahren, aus dem Entzug oder dem Nicht-Entzug von TP oder TyP oder aus anderen Gründen ergeben, ausgeschlossen.

1.5 Begriffsbestimmungen

1.5.1 Antragsteller - eine juristische oder natürliche Person, die einen Antrag im Sinne dieser Verordnung einreicht.

1.5.2 Eigentümer - die juristische oder natürliche Person, die Eigentümer des SLZ ist.

1.5.3 Betreiber - der Betreiber des SLZ ist sein Eigentümer, es sei denn, er/sie trifft eine schriftliche Vereinbarung mit einer anderen natürlichen oder juristischen Person, dass diese Person der Betreiber sein wird.

1.5.4 Hersteller - eine natürliche oder juristische Person, die Sportfluggeräte und damit verbundene andere Produkte, Luftfahrzeugteile und Ausrüstungen zum Zwecke des Verkaufs herstellt.

1.5.5 Bauherr - eine juristische oder natürliche Person, die das SLZ für ihren eigenen Gebrauch baut.

1.5.6 Einzelimporteur - eine natürliche oder juristische Person, die ein ausländisches Produkt (SLZ oder dessen Teile) für den Eigengebrauch einführt und mindestens ein Jahr lang dessen Eigentümer und Betreiber ist.

1.5.7 Importeur - eine natürliche oder juristische Person, die ein ausländisches Produkt (SLZ oder Teile davon) zum Zweck des Verkaufs einführt.

1.5.8 TyP-Inhaber - der Hersteller des Endprodukts oder eine von ihm bevollmächtigte natürliche oder juristische Person mit ständigem Wohnsitz oder Sitz auf dem Gebiet der Tschechischen Republik, die in der Lage ist, die festgelegten Verpflichtungen ordnungsgemäß zu erfüllen.

1.5.9 Typ - SLZ oder Teil davon mit einem ausgestellten TyP, der durch die Herstellungs- und technischen Unterlagen definiert ist.

1.5.10 SLZ-Registrierungsblatt - eine Zusammenfassung der vom zuständigen technischen Inspektor erfassten Daten und seine Erklärung, die für die Registrierung des SLZ im Register der LAA CR erforderlich sind.

1.5.11 Ausgangs-Lufttüchtigkeitsbericht eines einzelnen SLZ TP "P" - eine Zusammenfassung der vom jeweiligen Hersteller aufgezeichneten Daten, die für die Eintragung von SLZ mit ausgestelltem TyP "P" in das Register der LAA CR erforderlich sind.

1.5.12 Antrag auf Erteilung einer technischen Zulassung - eine Zusammenfassung der vom zuständigen technischen Inspektor erfassten Daten, die für die Erteilung einer TP SLZ "A" oder "Z" erforderlich sind, zusammen mit einer Erklärung des Antragstellers und einer Erklärung des zuständigen technischen Inspektors.

1.5.13 Prüfbericht - eine Zusammenfassung der Daten und eine Bestätigung des zuständigen technischen Prüfers über die technische Prüfung des SLZ.

1.5.14 Protokoll über Flugversuche eines einzelnen SLZ - eine Zusammenfassung der Daten über die vom Testpiloten durchgeführten Flugversuche und deren Bewertung.

1.5.15 SLZ-Prüfungsbericht - Aufzeichnung der Prüfung, Verifizierung der Reparatur oder Änderung des SLZ durch den zuständigen Ingenieur.

1.5.16 Kompatibilitätsprüfung, MPK-Flugtestbericht - eine Zusammenfassung der Daten über die vom Testpiloten durchgeführten MPK-Flugtests und deren Auswertung.

1.6 Formulare

1.6.1 Die Formblätter der Zulassungsbescheinigung für SLZ, des Lufttüchtigkeits-Ausgangsprotokolls einer einzelnen SLZ TP "P", des Antrags auf ein technisches Zertifikat, des Prüfprotokolls, des Flugtestprotokolls einer einzelnen SLZ und der Kompatibilitätsüberprüfung für einzelne Typen von SLZ werden von der LAA CR in geeigneter Form veröffentlicht, um die Verfügbarkeit der entsprechenden Formblätter für die zuständigen technischen Inspektoren, Techniker und Testpiloten sicherzustellen. Es ist die jeweils letzte aktuelle Ausgabe der Formulare zu verwenden.

1.7 Abkürzungen

MPK Motorgleitschirm (Sammelbezeichnung für MPG und PPG)
MZK Motorisierter Hängegleiter
PK Fallschirmsegler
PPZ Tragbares Nummernschild
TK Technische Kommission der LAA CR
TP Technisches Zertifikat
TyP Typgenehmigung
UB Ultraleichter Ballon
ULH Ultraleicht-Hubschrauber
ULK Ultraleichtes Segelflugzeug
ULKM Ultraleicht-Motorsegler
ULL Ultraleichtflugzeuge
ULV Ultraleichter Motor-Whirlpool
ZK Hängegleiter
ZKPM Hängegleiter mit Hilfstriebwerk
ZS Rettungssysteme oder -mittel

 

TITEL 2. TECHNISCHE KARTEN

2.1 TP-Kategorien:

2.1.1 Die technische Bescheinigung "Z" - Prototyp ist für neu entwickelte SLZ des Herstellers oder eines einzelnen Erbauers bestimmt. Es gilt für Testflüge von Prototypen und für den Betrieb von individuell gebauten SLZ. Die TA "Z" kann für einen begrenzten Zeitraum und für Flüge unter eingeschränkten Wetterbedingungen ausgestellt werden. Die TP "Z" wird von der Geschäftsstelle der LAA CR auf der Grundlage der Zulassungsbescheinigung und ihrer Anhänge des technischen Prüfers für den jeweiligen Typ des SLZ ausgestellt. Die Gültigkeitsdauer der Lizenz ist für ZK, PK, MPK und MZK auf maximal zwei Jahre festgelegt, für andere SLZ-Typen auf maximal ein Jahr.

2.1.2 Technisches Zertifikat "A" - Bausatz ist für individuell gefertigte SLZ aus dem Bausatz oder gemäß der SLZ-Produktionsdokumentation bestimmt, die das Typenzertifikat von LAA CR besitzen. Das TP "A" wird von der Geschäftsstelle der LAA CR auf der Grundlage der Zulassungsbescheinigung und ihrer Anhänge vom Technischen Inspektor der LAA CR für den jeweiligen Typ des SLZ ausgestellt. Die Gültigkeit der Lizenz ist auf maximal zwei Jahre festgelegt.

2.1.3 Technisches Zertifikat "P" - Typenzertifikat ist für SLZ mit TyP bestimmt, die zum Verkauf hergestellt werden. Das technische Zertifikat "P" wird vom Register LAA CR auf der Grundlage der Zulassungsbescheinigung und ihrer Anhänge ausgestellt. Die Gültigkeitsdauer des Zertifikats ist für MPK auf drei Jahre oder vier Jahre ab der ersten Eintragung festgelegt, für andere Typen von SLZ auf zwei Jahre.

2.2 Verlängerung der Gültigkeit von TP

2.2.1 Der Eigentümer oder Betreiber oder eine von ihm beauftragte Person muss bei dem zuständigen technischen Prüfer, bei dem das SLZ registriert ist, eine technische Prüfung beantragen. Der technische Inspektor muss das Ergebnis der Inspektion in den einschlägigen Unterlagen festhalten. In begründeten Fällen kann der Technische Inspektor einen Probeflug verlangen.

2.2.2 Auf der Grundlage eines Antrags des Eigentümers oder Betreibers des SLZ oder einer von ihm/ihr bevollmächtigten Person, der die oben genannten Unterlagen mit einer positiven Stellungnahme des zuständigen technischen Prüfers enthält, verlängert das Register des LAA CR die Gültigkeit der TP.

2.2.3 Durch eine technische Inspektion der SLZ, die frühestens 30 Tage vor Ablauf der Gültigkeit der TA durchgeführt wird, verlängert sich deren Gültigkeit ab dem Tag, der auf das Datum ihres Ablaufs folgt.

2.3 Tragbares Nummernschild

2.3.1 Es ist für Überflüge und Flugversuche von SLZ auf der Grundlage der vom Technischen Hauptinspektor für das betreffende SLZ-Muster festgelegten Bedingungen bestimmt. Die TP des tragbaren Kennzeichens wird vom LAA CR-Register auf der Grundlage der Zulassungsbescheinigung und ihrer Anlagen des Technischen Hauptprüfers für den betreffenden Typ von SLZ erteilt oder verlängert.

2.4 Aussetzung von TP, TyP

2.4.1 Die LAA CR kann die Gültigkeit einer TP oder die Gültigkeit einer TP oder TyP aus Sicherheitsgründen entziehen oder aussetzen, sofern die vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt sind.

TITEL 3. BEDINGUNGEN FÜR DIE ERTEILUNG EINER TYPGENEHMIGUNG ODER EINER TECHNISCHEN LIZENZ FÜR TRÄNEN

3.1 Der Antragsteller für ein TyP oder TP SLZ muss nachweisen, dass die einschlägigen Anforderungen der Technischen Vorschrift erfüllt sind:

(a) für PK: die Regelung PL 2,

b) für ZK-Vorschrift ZL 2,

(c) für lebensrettende Anlagen und Geräte die ZS 2-Verordnung oder die einschlägige Europäische Norm (im Folgenden "EN" genannt),

(d) für PK- und MPK-Gurtzeuge die entsprechende EN oder UL2, Teil V,

(e) für ULL, die UL2 Teil I Regelung,

(f) für die MZK-Regelung UL2, Teil II,

(g) Für ULH, die UL2 Teil III,

(h) Für ULVs, die UL2 Teil IV Regelung,

(i) für MPK, Regelung UL2, Teil V,

(j) Für ULK und ULKM, Regelung UL2, Teil VI,

(k) für UB, die UL2 Teil VII Regelung.

3.2 Es gelten immer die einschlägigen Bestimmungen der Vorschriften, Normen oder deren Änderungen, die zum Zeitpunkt des Antrags auf eine T&P oder TP in Kraft sind. In begründeten Fällen kann die LAA CR zusätzliche Anforderungen stellen, zusätzliche Unterlagen verlangen oder zusätzliche Prüfungen durchführen. Wenn die besondere Konstruktion und der Betrieb des SLZ dies erfordern, kann die LAA CR auch andere Vorschriften, Normen und Verfahren zur Beurteilung der Lufttüchtigkeit heranziehen.

3.3 Bedingungen für die Ausstellung von TyP und TP für ultraleichte Hubschrauber:

3.3.1 LAA CR führt keine eigene Musterzulassung von ULH durch, sondern prüft nur ausländische Zulassungen oder übernimmt Musterzulassungen von ULH von der Zivilluftfahrtbehörde. Die Eignung eines bestimmten ULH-Typs wird von der LAA CR durch die Ausstellung einer Muster-Lufttüchtigkeitsbescheinigung für das ULH bestätigt.

3.3.2 Der Antragsteller für eine ULH-Musterzulassung von LAA CR muss einen Nachweis über eine ausländische Musterzulassung vorlegen, die in einem Land erworben wurde, in dem ausreichende Erfahrungen mit der Zulassung dieser Luftfahrzeugkategorie bestehen (oder er muss einen Nachweis über eine Musterzulassung der CAA vorlegen).

3.3.3 Der Antragsteller muss auch einen Antrag auf Überprüfung der Musterzulassung einreichen, dem die entsprechenden Unterlagen beigefügt sind.

3.3.4 Für ULH darf nur ein technisches Zertifikat des Typs "P" ausgestellt werden. Die LAA CR erlaubt weder den Bau von ULH durch Laien noch die Zulassung oder den Betrieb von individuell importierten ULH ohne Nachweis der Befähigung im TyP-Bereich.

3.3.5 Die Gültigkeit des TP und der Betrieb des ULH hängen von der Einhaltung des vom Hersteller angegebenen und von seinem autorisierten Servicezentrum durchgeführten Wartungsprogramms ab.

TITEL 4 MUSTERZULASSUNG, MUSTERZULASSUNGSPRÜFUNG

4.1 Die LAA CR stellt einen TYP aus, der die Lufttüchtigkeit eines bestimmten SLZ-Typs oder eines Teils davon bestätigt; alternativ stellt sie eine im Ausland ausgestellte "TyP Verification" aus.

4.2 Ein Hersteller oder Importeur von SLZ muss eine SLZ-Baumusterprüfbescheinigung einholen, wenn er voraussichtlich eine größere Anzahl von einzelnen SLZ oder Teilen von SLZ ähnlicher Bauart als nach den folgenden Bestimmungen herstellen oder verkaufen wird:

ULL, MZK, ULH, ULV, ULK, ULKM 3 Stück
ZK 7 Stück
MPK, UB 10 Stück
Propeller zur Verwendung in SLZ 10 Stück
MPK-Gurtzeug 10 Stück
Motor für MPK 10 Stück
Motor zur Verwendung in SLZ (nicht-MPC) 5 Stück

4.2.1 Beim Verkauf eines Prototyps muss der Hersteller den Kunden schriftlich darauf hinweisen, dass es sich um einen Prototyp handelt, der verschiedene Funktionseinschränkungen aufweisen kann.

4.2.2 In der Tschechischen Republik dürfen nicht mehr als 10 SLZ gleicher oder ähnlicher Bauart ohne ein vom SLZ-Hersteller oder -Importeur ausgestelltes TyP eingetragen werden.

4.3 Baureihe Zero (mit Lufttüchtigkeitszeugnis "Z")

4.3.1 Einem Hersteller, der einen TYP beantragt und die Erfüllung aller grundlegenden Anforderungen für die Prüfung der Lufttüchtigkeit nachgewiesen hat, kann auf seinen Antrag hin eine Nullproduktionsfreigabe erteilt werden.

4.3.2 Die maximale Anzahl der Einheiten der Nullserie bis zur TyP-Freigabe aller SLZ-Typen beträgt 7 Einheiten.

4.3.3 SLZ der Nullserie können nach Erhalt des TyP in den Zustand gemäß den Musterunterlagen versetzt werden. Die technische Bescheinigung des SLZ wird dann auf "P" geändert.

4.4 Musterzulassung

4.4.1 Der Antragsteller für ein TyP kann der Hersteller des Endprodukts sein. Wenn der Hersteller des Endprodukts keinen ständigen Wohnsitz oder Sitz in der Tschechischen Republik hat, muss es sich um eine natürliche oder juristische Person mit einem ständigen Wohnsitz oder Sitz in der Tschechischen Republik handeln. Diese Person muss in der Lage sein, die Verpflichtungen des Antragstellers/Inhabers des TyP ordnungsgemäß zu erfüllen.

4.4.2 Der TyP-Inhaber garantiert dem LAA CR die Erfüllung aller Verpflichtungen, die sich aus der Herstellung des Produkts und seiner Verwendung auf dem tschechischen Markt ergeben. Er ist für die Kennzeichnung jedes Teils des Produkts mit einem Registrierungsetikett verantwortlich. Außerdem ist er verpflichtet, dafür zu sorgen, dass festgestellte Mängel an dem Produkt beseitigt werden. Im Falle einer Änderung der technischen Vorschriften muss er auf Aufforderung der LAA CR die erforderlichen Änderungen an seinen Produkten vornehmen, den Änderungsdienst über die bereits verkauften Produkte informieren und gleichzeitig die Änderung anbieten.

4.4.3 Der TyP-Inhaber ist verpflichtet, Aufzeichnungen über Kunden und Vermittler zu führen, an die er die SLZ verkauft hat. Im Falle von Verkäufen über einen Vermittler ist dieser verpflichtet, Aufzeichnungen über die Kunden zu führen.

4.4.4 Der Hersteller ist verpflichtet, Reparaturen und Wartung des SLZ und seiner Teile sowie einen Informationsdienst für mindestens 5 Jahre nach dem Verkauf des letzten Gerätes der Typenreihe zu gewährleisten.

4.5 Fertigungsunterlagen des typgenehmigten SLZ

4.5.1 Für jeden SLZ-Typ muss die Fertigungsdokumentation in geeigneter Form Fertigungszeichnungen, Zeitpläne, Prozessverfahren, Einstellverfahren und andere Unterlagen enthalten, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass das Produkt in Übereinstimmung mit dem durch die Fertigungsdokumentation festgelegten genehmigten TYP hergestellt wird.

4.5.2 Der Hersteller der SLZ und ihrer Teile ist verpflichtet, die Fertigungsunterlagen während der gesamten Zeit, in der die SLZ nach diesen Unterlagen hergestellt werden, aufzubewahren und zu aktualisieren. Nur der Eigentümer dieser Dokumentation hat das Recht, sie weiterzugeben. Die LAA CR und ihre Behörden sind verpflichtet, dieses Recht des Eigentümers zu schützen.

4.6 Überprüfung der aus dem Ausland eingeführten TyP SLZ

4.6.1 Für die Einfuhr von SLZ mit einer Musterzulassung, die in einem Land erworben wurde, mit dem ein Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Zulassungen besteht (im Folgenden als "Abkommen" bezeichnet), wird dem Antragsteller auf der Grundlage der vorgelegten ausländischen Musterzulassung und der Dokumente im Geltungsbereich des Abkommens eine Bescheinigung über die "Überprüfung der Musterzulassung" ausgestellt. Diese Unterlagen werden bei der LAA CR hinterlegt, soweit dies für die technische Instandhaltung erforderlich ist. In der TyP-Prüfung wird auch der Inhaber der TyP eingetragen.

4.6.2 Im Falle der Einfuhr von SLZ und ihren Teilen aus einem Land, mit dem das Abkommen nicht geschlossen wurde, oder ohne Dokumentation einer ausländischen TyP, muss der Importeur die Ausstellung einer TyP in der Tschechischen Republik auf der Grundlage der erforderlichen Dokumentation und der Durchführung aller erforderlichen Tests, einschließlich Flugtests, beantragen.

4.7 Verfahren für die Prüfung der Lufttüchtigkeit eines SLZ-Musters oder eines Teils davon

4.7.1 Ein Antragsteller auf ein TYP zur Bescheinigung der Lufttüchtigkeit eines SLZ-Typs oder eines Teils davon muss nachweisen, dass alle Anforderungen der geltenden Vorschriften und Standards erfüllt sind.

4.7.2 Der Antragsteller muss bei der LAA CR einen Antrag auf Ausstellung eines TyP stellen.

4.7.3 Anwendungskomponenten (sofern in der geltenden Vorschrift "Lufttüchtigkeitsanforderungen" für einen bestimmten Typ von SLZ nicht anders angegeben):

  • Musterentwurf.
  • Aerodynamische Berechnungen und Lastberechnungen.
  • Sicherheitsausweise.
  • Flugpässe.
  • Dokumentation der Produktion.
  • Überblick über die Einhaltung der Lufttüchtigkeitsanforderungen.
  • Modellflug- und Betriebshandbuch.
  • Erklärung über die Originalität der Konstruktion oder Zustimmung des Eigentümers der Dokumentation.
  • Berichte über den Betrieb von Prototypen.
  • Endgültige Typdefinition.

4.7.4 Der Festigkeitsnachweis muss in Übereinstimmung mit den in der entsprechenden Vorschrift über Lufttüchtigkeitsanforderungen festgelegten Bedingungen durchgeführt werden:

  1. Berechnung der wichtigsten tragenden Teile des Bauwerks,
  2. statische und dynamische Festigkeitsprüfungen,
  3. Prüfungen der aerodynamischen Festigkeit.

4.7.4.1 Der Umfang der Prüfungen und Berechnungen wird vom zuständigen Hauptinspektor für Technik der LAA CR auf der Grundlage der Empfehlungen des TC festgelegt, sofern er nicht bereits in der einschlägigen Regelung definiert ist.

4.7.5 Die Flugeigenschaften und die Leistung müssen in Übereinstimmung mit den in der geltenden Vorschrift über Lufttüchtigkeitsanforderungen festgelegten Bedingungen nachgewiesen werden:

a) Testbetrieb des Prototyps - durch den Antragsteller,

(b) Flugversuche. Die Tests müssen von mindestens zwei vom LAA CR autorisierten Testpiloten durchgeführt werden,

(c) aerodynamische Tests des Prototyps.

Der Umfang der Prüfungen wird von dem zuständigen Hauptinspektor für Technik der LAA CR festgelegt, sofern er nicht bereits in der einschlägigen Regelung definiert ist.

4.7.6 Technische Kontrolle

4.7.6.1 Die technische Prüfung wird von fachlich qualifizierten Personen durchgeführt, die vom zuständigen Technischen Hauptprüfer der LAA CR zugelassen sind.

4.7.7 Ausgabe von TyP

4.7.7.1 Der zuständige Hauptinspektor für Technologie der LAA CR entscheidet über die Erteilung des TyP nach Erörterung im TC auf der Grundlage des positiven Ergebnisses des Einspruchsverfahrens und der Vorlage der einschlägigen Unterlagen. Die Durchführung des Einspruchsverfahrens und die Erstellung des Einspruchsberichts erfolgt durch eine fachlich qualifizierte Person, die vom zuständigen Chief Inspector of Technology der LAA CR bestellt wird.

Bemerkung:

In begründeten Fällen ist eine gegenteilige Stellungnahme nicht erforderlich.

4.7.8 Aufzeichnungen über ausgestellte TyP

4.7.8.1 Jede TyP wird mit einer Registrierungsnummer versehen, die vom LAA CR-Register registriert wird, und die Bescheinigung wird im LAA CR-Archiv abgelegt.

4.7.8.2 Die vollständige Dokumentation für die Ausstellung der TyP wird in den Archiven der LAA CR abgelegt. Der Inhaber der TyP ist verpflichtet, einen zweiten Satz vollständiger Unterlagen aufzubewahren und ist für deren Übereinstimmung mit der in den Archiven der LAA CR abgelegten Dokumentation verantwortlich.

 

TITEL 5 VERFAHREN ZUR PRÜFUNG UND VERLÄNGERUNG DER LUFTTÜCHTIGKEIT EINZELNER RISSE

5.1 Prüfung der Lufttüchtigkeit des Prototyps - TP "Z"

5.1.1 Der Antragsteller muss dem Technischen Inspektor der LAA für den entsprechenden Typ von SLZ die Absicht mitteilen, den SLZ zu bauen.

5.1.2 Der technische Inspektor prüft die Qualifikationen und Bedingungen des Bauunternehmers und stellt dessen Baubedingungen und Bauaufsichtssystem fest.

5.1.3 Vor der Inbetriebnahme des SLZ hat der Antragsteller einen Antrag auf Erteilung eines technischen Zertifikats für den SLZ zu stellen, den er beizufügen hat:

a) grundlegende technische Beschreibung des SLZ,

b) grundlegende zeichnerische oder technologische Dokumentation,

(c) Angaben über das verwendete Material, Nachweis der Festigkeit wichtiger Teile,

d) Nachweis der Bauüberwachung in dem vom technischen Prüfer festgelegten Umfang

(e) Fotos des SLZ, auf denen das SLZ und seine Ausrüstung deutlich zu erkennen sind,

(f) das Flughandbuch und das Logbuch.

5.1.4 Der Nachweis der Festigkeit der Konstruktion ist zu erbringen:

(a) durch Berechnung,

(b) Nachweis von Materialtests,

(c) Prüfung kritischer Knotenpunkte, wobei bei Flügelstrukturen immer ein Belastungstest erforderlich ist,

(d) andere Festigkeitsprüfungen, gegebenenfalls nach Ermessen des Ingenieurs.

5.1.5 Technische Überprüfung des SLZ

5.1.5.1 Die technische Inspektion und die Überprüfung der Übereinstimmung mit den Anforderungen des Reglements werden vom Technischen Inspektor durchgeführt und auf den entsprechenden Formularen festgehalten. Im Falle eines positiven Ergebnisses der technischen Inspektion muss der Technische Inspektor den Testflug genehmigen.

5.1.6 Flugleistungsnachweis

5.1.6.1 Der Nachweis der Flugeigenschaften und der Leistung des SLZ muss durch Flugversuche erfolgen. Die Flugversuche sind von einem Testpiloten durchzuführen und in einem Protokoll festzuhalten.

5.1.7 Ausgabe von TP

5.1.7.1 Auf der Grundlage des Ergebnisses der technischen Inspektion und der Flugtests stellt der Technische Inspektor die SLZ-Zulassungsbescheinigung einschließlich ihrer Anlagen aus. Auf dieser Grundlage stellt das LAA-Register der Tschechischen Republik die TP aus.

5.2 Prüfung der Lufttüchtigkeit eines einzeln hergestellten SLZ - TP "A"

5.2.1 Der Antragsteller muss dem Technischen Inspektor der LAA der Tschechischen Republik für den entsprechenden Typ von SLZ die Absicht mitteilen, das SLZ zu bauen, und muss den Antrag zusammen mit dem Antrag einreichen:

(a) die Zustimmung des TyP-Inhabers zu dem Bauwerk,

(b) Zeichnungsunterlagen.

5.2.2 Der technische Inspektor beurteilt die Eignung und den Zustand des Bauherrn und stellt dessen Bauzustand und Bauaufsichtssystem fest.

Vor der Inbetriebnahme des SLZ stellt der Antragsteller einen Antrag auf Erteilung eines technischen Zertifikats für den SLZ, den er beifügt:

a) Informationen über das verwendete Material, Nachweis der Festigkeit wichtiger Teile,

(b) Nachweis der Bauaufsicht,

(c) Fotos des SLZ, auf denen das SLZ und seine Ausrüstung deutlich zu erkennen sind,

(d) das Flughandbuch und das Logbuch.

5.2.3 Der Nachweis der Festigkeit der Konstruktion ist zu erbringen:

(a) Prüfung der kritischen Knotenpunkte, wobei für geklebte Flügelstrukturen ein Belastungstest erforderlich ist,

(b) andere Festigkeitsprüfungen, die nach dem Ermessen des Ingenieurs angebracht sind.

5.2.4 Technische Überprüfung des SLZ

5.2.4.1 Die technische Kontrolle und die Überprüfung der Übereinstimmung mit den Anforderungen des Reglements werden vom Technischen Inspektor durchgeführt und auf den entsprechenden Formularen festgehalten. Im Falle eines positiven Ergebnisses der technischen Inspektion genehmigt der Technische Inspektor den Testflug.

5.2.5 Flugleistungsnachweis

5.2.5.1 Der Nachweis der Flugeigenschaften und der Leistung des SLZ ist durch Flugversuche zu erbringen. Die Flugversuche sind von einem Testpiloten durchzuführen und in einem Protokoll festzuhalten.

5.2.6 Ausgabe von TP

5.2.6.1 Auf der Grundlage des Ergebnisses der technischen Inspektion und der Flugtests stellt der Technische Inspektor die SLZ-Zulassungsbescheinigung einschließlich ihrer Anlagen aus. Auf der Grundlage der Zulassungsbescheinigung und ihrer Anhänge stellt das LAA-Register der Tschechischen Republik eine TP aus.

5.3 Aufrechterhaltung der technischen Leistungsfähigkeit des SLZ

5.3.1 Der Eigentümer oder Betreiber des SLZ ist für den technischen Zustand verantwortlich, der dem Zustand entspricht, in dem der SLZ genehmigt wurde.

5.4 Änderungen und Anpassungen der SLZ

5.4.1 Änderungen und Konstruktionsänderungen an der SLZ gegenüber dem Zustand, für den die TA ausgestellt wurde, müssen von dem technischen Inspektor, dem die SLZ vorliegt, genehmigt werden.

5.5 SLZ-Reparaturen

5.5.1 Alle Schäden am SLZ, die die strukturelle Festigkeit und die Flugeigenschaften beeinträchtigen, sind dem zuständigen Technischen Inspektor zu melden. Er/sie muss die Reparaturmethode empfehlen, die Reparatur überwachen und nach der Reparatur eine technische Inspektion des SLZ durchführen. Die Reparatur ist in den SLZ-Unterlagen zu vermerken.

5.6 Bedingungen für die ULL-Zulassung von Schleppseglern und UL-Seglern

5.6.1 UL-Segelflugzeuge mit einem technischen Zertifikat "P", "A" und "Z" dürfen zum Schleppen von UL-Segelflugzeugen mit einem von der LAA der Tschechischen Republik ausgestellten TP verwendet werden. Der Einbau der Schleppausrüstung und die Schleppflugversuche müssen von dem zuständigen technischen Prüfer überwacht werden. Er füllt das "Prüfprotokoll für die Komplexität des einzelnen Segelflugzeugschleppers" aus. Auf der Grundlage dieses Protokolls nimmt das LAA CR Register einen Eintrag in das TP vor.

5.6.2 Zum Schleppen von Segelflugzeugen mit einem von der Luftfahrtbehörde ausgestellten Lufttüchtigkeitszeugnis dürfen nur UL-Flugzeuge verwendet werden, die eine Musterzulassung einschließlich der Musterzulassung der Schleppausrüstung (Technisches Zertifikat "P" oder "A") erhalten haben. Der Inhaber der Musterzulassung muss die Korrektheit des Einbaus und die Überprüfung der Flugleistung und der Schleppcharakteristiken im Protokoll "Single Aeroplane Towing Complexity Check Protocol" bestätigen, auf dessen Grundlage das Register die Schleppausrüstung in den TP einträgt.

TITEL 6 VERFAHREN ZUR PRÜFUNG DER LUFTTÜCHTIGKEIT VON EINZELN AUS DEM AUSLAND EINGEFÜHRTEN TRÄNEN ODER TEILE DAVON

6.1 SLZ oder deren Teile, die im Ausland hergestellt und einzeln in die Tschechische Republik eingeführt werden, müssen alle Anforderungen der einschlägigen Vorschriften und Normen erfüllen. Ihre Lufttüchtigkeit ist gemäß dem Verfahren zur Prüfung der Lufttüchtigkeit von TP "Z" zu prüfen.

6.2 Lufttüchtigkeitsprüfungen werden im Falle eines bilateralen Abkommens über die gegenseitige Anerkennung der Lufttüchtigkeit einzelner Typen von SLZ nicht oder nicht vollständig durchgeführt.

 

TITEL 7 TECHNISCHE DOKUMENTATION

7.1 Die technische Dokumentation wird vom Eigentümer/Betreiber für jedes einzelne SLZ geführt.

7.2 Die technische Dokumentation des SLZ umfasst die folgenden Dokumente:

(a) Lufttüchtigkeitsdokumente,

(b) betriebliche und technische Dokumentation.

7.2.1 Der Nachweis der Lufttüchtigkeit ist ein Technisches Zertifikat Z, P oder A

7.2.2 Die betriebliche und technische Dokumentation enthält die für den sicheren Betrieb notwendigen Informationen und Anweisungen sowie Aufzeichnungen über Betrieb, Wartung und Reparaturen. Sie umfasst die folgenden Dokumente:

(a) das Flug- und Betriebshandbuch, das Folgendes umfassen muss

a. Flugzeugdaten,

b. technische beschreibung,

c. Betriebsverfahren und Einschränkungen,

d. Betriebs-, Wartungs- und Reparaturanleitung.

(b) Betriebs- und Instandhaltungsunterlagen (Logbuch), um Aufzeichnungen über Betrieb, Instandhaltung, Reparaturen und Änderungen führen zu können.

7.2.2.1 Das Flug- und Betriebshandbuch und die Betriebs- und Instandhaltungsunterlagen können getrennt oder Teil einer einzigen Einheit sein.

7.3 Änderungen an der technischen Dokumentation

7.3.1 Änderungen an Lufttüchtigkeitsdokumenten dürfen nur von der LAA CR vorgenommen werden.

7.3.2 Wesentliche Änderungen der betrieblichen und technischen Unterlagen, Anweisungen und Informationen über zulässige oder angeordnete Konstruktionsänderungen, Modifikationen oder Inspektionen werden vom Hersteller nach Genehmigung durch den zuständigen Technischen Hauptprüfer der LAA CR herausgegeben. Andere Änderungen sind vom Hersteller herauszugeben und dem zuständigen Technischen Hauptprüfer der LAA CR zur Kenntnis zu bringen.

7.3.3 Änderungen der betrieblichen und technischen Unterlagen, Anweisungen und Informationen über zulässige oder angeordnete Konstruktionsänderungen, Modifikationen oder Inspektionen müssen vom Hersteller unverzüglich an alle Eigentümer und Betreiber der betroffenen SLZ übermittelt werden.

7.3.4 In begründeten Fällen können Änderungen der betrieblichen und technischen Unterlagen, Anweisungen und Informationen über zulässige oder angeordnete Konstruktionsänderungen, Modifikationen oder Inspektionen durch den zuständigen Technischen Hauptprüfer der LAA CR erteilt werden.

7.3.5 Anweisungen, Informationen, Änderungen und Anordnungen nach 7.3.3 sind vom Hersteller nach Absprache mit dem jeweiligen Technischen Hauptprüfer und gemäß 7.3.4 im Bulletin der LAA CR zu veröffentlichen.

TITEL 8 FÜHRUNG VON AUFZEICHNUNGEN ÜBER TECHNISCHE ZERTIFIKATE

8.1 Führung von TP-Aufzeichnungen durch technische Inspektoren

8.1.1 Der Technische Inspektor muss den Antragsteller für die Erteilung einer TP registrieren und ein Nummernschild für sein SLZ zuteilen. Wenn alle Bedingungen auf der Grundlage der technischen Inspektion erfüllt sind, füllt der Technische Inspektor das Anmeldeformular mit den Anlagen aus und versieht es mit seinem Sichtvermerk.

8.1.2 Der Technische Inspektor ist verpflichtet, die folgenden Daten aufzuzeichnen:

a) SLZ-Nummernschild,

(b) Art des TP (Z, A, P),

c) Typenbezeichnung / Name des SLZ,

(d) den Namen des Erbauers oder Herstellers,

(e) den Namen, die Anschrift und das Geburtsdatum oder den Namen, die Anschrift und die Registriernummer des Eigentümers,

(f) das Datum des Ablaufs der Geltungsdauer der TP

8.1.2.1 Die Aufzeichnungen müssen alle Dokumente enthalten, auf deren Grundlage der TP ausgestellt wurde.

8.1.3 Falls dies für einen bestimmten Typ von SLZ erforderlich ist, weist der technische Inspektor diesem in den Unterlagen eine Registrierungsnummer zu. Diese muss die Reihenfolge der Eintragung in dem betreffenden Jahr widerspiegeln.

Beispiel:

14/08 - Seriennummer des SLZ im Register 14 im angegebenen Jahr / Jahr der Zulassung 2008

8.2 Pflege des TP-Registers

8.2.1 Das technische Zertifikat wird vom LAA-Register der Tschechischen Republik ausgestellt.

8.2.1.1 Das SLZ wird auf der Grundlage der Zulassungsbescheinigung und ihrer Anlagen in das Register eingetragen.

8.3 Wechsel des Luftfahrzeugeigentümers

8.3.1 Bei einem Wechsel des Eigentümers des SLZ, für das der TP ausgestellt wurde, ist der ursprüngliche Eigentümer verpflichtet:

a) Meldung des Wechsels an den Inspektor für Technik, in dessen Unterlagen das SLZ geführt wird, der den neuen Eigentümer in die Unterlagen eintragen wird. Bei der Übertragung auf einen anderen Eigentümer müssen der ursprüngliche Eigentümer und der neue Eigentümer der Übertragung beiwohnen oder der neue Eigentümer muss einen beglaubigten Übertragungs- oder Kaufvertrag vorlegen. Die Namen der anderen Eigentümer sind in den SLZ-Dokumenten aufgeführt, die beim Inspektor für Technik hinterlegt sind. Das Register stellt auf der Grundlage der Eintragungsbescheinigung eine neue TP aus. Oder

(b) dem LAA CR die Änderung im Register mitteilen. Im Falle einer Übertragung auf einen anderen Eigentümer müssen der ursprüngliche Eigentümer und der neue Eigentümer bei der Übertragung anwesend sein oder der neue Eigentümer muss einen beglaubigten Übertragungs- oder Kaufvertrag vorlegen. Das Register des LAA CR unterrichtet den technischen Inspektor, bei dem das SLZ eingetragen ist, über den Wechsel des Eigentümers des SLZ.

8.3.2 Wenn mehrere Personen Eigentümer eines Luftfahrzeugs sind, wird das Luftfahrzeug auf einen der Eigentümer registriert (an den der gesamte Schriftverkehr im Zusammenhang mit der SLZ gerichtet wird). Die SLZ kann nicht ohne die Zustimmung aller Miteigentümer auf eine andere Person übertragen werden.

8.3.3 Das Nummernschild des SLZ ändert sich nicht, wenn das SLZ den Besitzer wechselt.

8.4 Wechsel des technischen Inspektors

8.4.1 Der Eigentümer der SLZ kann sich bei einem anderen Prüfer für die Technik anmelden (z. B. aufgrund eines Wohnortwechsels). In diesem Fall wird die SLZ aus dem Register des ursprünglichen Inspektors gestrichen und in das Register des neuen Inspektors unter einer neuen Registriernummer eingetragen, falls dies für die betreffende Art von SLZ erforderlich ist. Die Registriernummer darf nicht geändert werden.

8.4.2 Der Technische Inspektor, dem die SLZ übertragen wird, fordert vom ursprünglichen Inspektor die Unterlagen an, auf deren Grundlage die TP ausgestellt wurde, und dieser händigt sie ihm aus. Der Wechsel des technischen Inspektors wird unter Angabe der neuen Registriernummer im Register der LAA CR und in der TP vermerkt.

 

TITEL 9 NUMMERNSCHILDER UND SCHILDER

9.1 Jedes SLZ, ausgenommen Gleitschirme, das im Register der LAA der Tschechischen Republik eingetragen ist, muss mit einem Kennzeichen versehen sein.

9.2 Das Kennzeichen muss folgende Angaben enthalten:

(a) Länderbezeichnung: OK

(b) einen Bindestrich

(c) die Angabe des Jahres, in dem das Nummernschild zugeteilt wurde:

A - 1995 A - 2021
B - 1996 B - 2022
C - 1997 C - 2023
D - 1998 D - 2024
E - 1999 E - 2025
F - 2000 F - 2026
G - 2001 G - 2027
H - 2002 H - 2028
I - 2003 I - 2029
J - 2004 J - 2030
K - 2005 usw.
L - 2006
M - 2007
N - 2008
O - 2009
P - 2010
Q - 2011
R - 2012
S - 2013
T - 2014
U - 2015
V - 2016
W - 2017
X - 2018
Y - 2019
Z - 2020

(d) die Bezeichnung des SLZ:

"Z" motorisierter Hängegleiter,

"M" motorisierter Gleitschirm

"U"-Ultraleichtflugzeug,

"H" Ultraleicht-Hubschrauber,

Hängegleiter "R", Hängegleiter mit Hilfstriebwerk

"W"-Motor-Whirlpool

"K" Ultraleicht-Segelflugzeug, Ultraleicht-Motorsegler "B" Ultraleicht-Ballon

(e) die Bezeichnung des technischen Prüfers, der das amtliche Kennzeichen zugeteilt hat, A bis Z

(f) die Seriennummer in den Aufzeichnungen des Inspektors, 01 - 99

Beispiel:

OK - NUS 12

OK-Staatsbezeichnung: die Tschechische Republik

N Jahr der Zuteilung des Kennzeichens 2008

Für Ultraleichtflugzeuge der Kategorie SLZ

Das Kennzeichen wurde vom technischen Inspektor Ing. Petr Chvojka

12 Seriennummer in den Aufzeichnungen des Inspektors

9.2.1 PKs sind nicht im Register der LAA der Tschechischen Republik eingetragen und erhalten keine Nummernschilder.

9.3 Abmessungen des Nummernschildes

(a) Höhe der Buchstaben und Ziffern 210 mm

(b) die Breite entspricht zwei Dritteln der Höhe des Emblems,

(c) die Dicke der Linien muss ein Sechstel der Höhe des Kennzeichens - 35 mm - betragen.

9.3.1 Form, Farbe und Gestaltung des Nummernschildes:

9.3.1.1 Es sind Großbuchstaben des lateinischen Alphabets und arabische Ziffern ohne Verzierung zu verwenden. Das Muster muss aus durchgehenden schwarzen oder grauen Linien auf hellem Hintergrund oder aus weißen Linien auf dunklem Hintergrund bestehen.

9.4 Anbringung des Nummernschildes

9.4.1 Die Kennzeichen ULL, ULK, ULKM und MZK sind auf der linken Hälfte des Flügels von unten anzubringen. Der Schriftzug ist von der Wurzel des Flügels zur Spitze zu führen. Er ist nach Möglichkeit auch auf beiden Seiten des Rumpfes (Fahrwerk) anzubringen. Die Größe der Buchstaben und Ziffern ist so zu wählen, dass die Markierung platziert werden kann.

9.42 Seitliche Kennzeichen auf ULH und ULV müssen auf beiden Seiten an einer geeigneten Stelle des Rumpfes angebracht sein. Die Größe der Buchstaben und Ziffern ist so zu wählen, dass das Kennzeichen positioniert werden kann.

9.4.3 Auf MPK und ZK ist das Nummernschild nicht angebracht.

9.5 Kennzeichen (Produktionskennzeichen) SLZ

9.5.1 Jedes SLZ muss mit einem dauerhaft angebrachten Kennzeichen versehen sein. Das Kennzeichen ist gut sichtbar an einer leicht zugänglichen Stelle am Sockel der Konstruktion anzubringen. Das Schild muss deutlich lesbar sein, und die Schrift darf nicht leicht auszulöschen sein.

9.5.2 Auf dem SLZ-Kennzeichenschild müssen folgende Angaben gemacht werden:

(a) Nummernschild,

(b) die Typenbezeichnung oder den Namen des SLZ,

(c) der Hersteller oder Erbauer,

(d) die Seriennummer,

(e) das Jahr der Herstellung,

(f) Leergewicht,

(g) maximale Startmasse (Nutzlast im Falle von MPK).

 

TITEL 10 LUFTTÜCHTIGKEITSZEUGNIS UND VERFAHREN ZUR FÜHRUNG VON AUFZEICHNUNGEN FÜR GLEITSCHIRME

10.1     Ověřování letové způsobilosti prototypu, TP “Z”
10.1.1   Žadatel oznámí inspektorovi techniky LAA ČR pro příslušný druh SLZ úmysl vyrobit (stavět) PK.

10.1.2 Der technische Inspektor prüft die Kompetenz und die Bedingungen des Bauträgers und stellt die Baubedingungen und das Bauüberwachungssystem des Bauträgers fest.

10.1.3 Vor der Inbetriebnahme der PK hat der Antragsteller einen Antrag auf Erteilung eines technischen Zertifikats für die PK zu stellen, dem er Folgendes beizufügen hat: a) eine grundlegende technische Beschreibung der PK,

  1. Basiszeichnung oder technologische Dokumentation in dem vom technischen Inspektor festgelegten Umfang,
  2. Informationen über das verwendete Material, Festigkeitsnachweise für wichtige Teile,
  3. Dokumente zur Bauüberwachung,
  4. PK-Handbuch.

10.1.4 Der Nachweis der Festigkeit der Konstruktion ist zu erbringen:

  1. Rechnen,
  2. Nachweis der Materialprüfung,
  3. durch Prüfung wichtiger Knotenpunkte,
  4. oder andere Festigkeitsprüfungen nach dem Ermessen des technischen Prüfers.

10.1.5 PK technische Prüfung

10.1.5.1 Die technische Inspektion und die Überprüfung der Übereinstimmung mit den Anforderungen der Vorschriften werden vom Technischen Inspektor durchgeführt und auf den entsprechenden Formularen festgehalten. Im Falle eines positiven Ergebnisses der technischen Inspektion muss der Technische Inspektor eine Flugprüfung genehmigen.

10.1.6 Flugleistungsnachweis

10.1.7 Der Nachweis der Flugeigenschaften und der Leistung des SLZ ist durch Flugversuche zu erbringen. Diese sind von einem Testpiloten durchzuführen und in einem Protokoll festzuhalten.

10.1.8 Ausgabe von TP

10.1.8.1 Der Technische Inspektor stellt auf der Grundlage der Ergebnisse der technischen Inspektion und der Flugprüfungen ein technisches Zertifikat aus.

10.2 Prüfung der Lufttüchtigkeit von PK, TP "P"

10.2.1 Die Konformität mit dem genehmigten Muster und die Einhaltung der vorgeschriebenen Parameter sind vom Hersteller im Lufttüchtigkeitsbericht PK TP "P" zu erklären.

10.2.2 Technische Prüfung der PK

10.2.2.1 Die technische Inspektion und die Überprüfung der Übereinstimmung mit den Anforderungen der Vorschriften sind von dem beauftragten Ingenieur oder technischen Prüfer durchzuführen und auf den entsprechenden Formularen zu vermerken. Im Falle eines positiven Ergebnisses der technischen Überprüfung genehmigt er/sie einen Testflug.

10.2.3 Flugleistungsnachweis

10.2.3.1 Die Überprüfung der Flugeigenschaften und der Leistung des SLZ gemäß dem genehmigten TYP muss durch Flugversuche erfolgen. Die Flugversuche sind von einem Testpiloten durchzuführen und in einem Protokoll festzuhalten.

10.2.4 Ausgabe von TP

10.2.4.1 Der Technische Inspektor stellt auf der Grundlage der Ergebnisse der technischen Inspektion und der Flugprüfungen ein technisches Zertifikat aus.

10.3 Nachweis von TP PK

10.3.1 Die PK-Aufzeichnungen werden von den einzelnen Inspektoren der PK-Technik geführt. Sie sind verpflichtet, auf Verlangen des Chefinspektors der LAA CR eine Kopie dieser Aufzeichnungen vorzulegen. TPs für PK werden nicht in das Register der LAA CR aufgenommen.

10.3.2 Der technische Inspektor der PK führt die folgenden Aufzeichnungen:

  1. zugewiesene TPs, aus denen hervorgeht, welcher PK (Typ, Seriennummer) und wann er in Betrieb genommen wurde und aus welchen Materialien (einschließlich der Rollennummer des technischen Gewebes und der Art und Marke der Schnüre und Gurte) er hergestellt wurde.
  2. Name, Vorname, Geburtsdatum (ID-Nummer) und Adresse oder Name und Sitz des Eigentümers der PK oder
  3. Name, Vorname, Geburtsdatum (ID-Nummer) und Anschrift oder Name und Sitz des Verkäufers der CP, wenn die CP für den Weiterverkauf bestimmt ist.

 

TITEL 11. ANHÄNGE

Typgenehmigung - Muster

Typgenehmigung - Muster

Überprüfung der Typgenehmigung - Muster

Überprüfung der Typgenehmigung - Muster